während vier generationen betrieb die viehhändlerdynastie guggenheim im stall am wasserturmplatz 7 eine viehhandlung. man erzählt sich zahlreiche geschichten von gebährenden kühen, viehtransportern und lustigem geschmack am wasserturmplatz. die viehhandlung wurde in den 80er jahren aufgelöst und nach basel (!) gezügelt.
im wohnhaus am wasserturmplatz 6 (dem heutigen restaurant und hotel) wohnte der bekannte hafner schuppli. der grosse kachelofen im erkerzimmer trägt noch sein familienwappen mit namen und dem jahrgang 1925. später wurde aus dem haus die wohnung des stallmeisters.
bei der renovation 2012 wurden noch zahlreiche zeitzeugen aus den vergangenen jahrzehnten sichergestellt: eine vergilbte zeitung von 1942, zwei alte karabiner aus dem 18. jahrhundert, eine alte fahne und viel kleinmaterial. die schmuckstücke werden langsam restauriert und im neuen betrieb als accessoirs wieder integriert. auf den bildern ist gut erkennbar, dass der heuaufzug erst in den 50er jahren erstellt wurde. davon bestehen noch alte pläne.
nach der schliessung der viehhandlung waren die beiden gebäude als zwischennutzung privat vermietet, einerseits als wohnung und andererseits für diverse läden (blumenladen, krämerladen). nach langer überzeugungs- und projektierungsphase konnten die beiden gebäude schliesslich im märz 2011 gekauft werden. für das projekt konnte die renommierte architektin sibylle hartmann aus arisdorf gewonnen werden. nach langem bewilligungsverfahren war es endlich soweit: der erste baggerarm bewegte sich im september 2011.
die umbauarbeiten fanden mit der eröffnung am 8.8.2012 um 8.08 ihren abschluss: das neue kulturhotel guggenheim liestal nimmt den betrieb auf.